Nach Hampi und zurück

Drei Tage Hampi sind bereits wieder Vergangenheit und heute Abend werden wir weiter ziehen. Unser ursprünglicher Plan Srisalam, einer heiligen Stadt 400km von hier, zu bereisen mussten wir aufgeben, da das 600km Backtracking für ca. 2 Tage Aufenthalt bedeutet hätte. Nun reisen wir in einer Mammut-Aktion nach Nagpur, wofür wir wohl volle zwei Tage brauchen werden. Von dort geht es in einen kleinen Nationalpark und zu einer ehemaligen britischen Gebiergsgarnison, die durch ihre Tempelanlagen und Gärten bestechen soll.

Aber auch diesen Ort zu verlassen wir mir sehr schwer fallen. Hampi war vor ca. 500 Jahren ein religiöses Zentrum, in dessen Umgebung über 500.000 Menschen wohnten. Heute sind noch die Ruinen der weit verstreuten Kultstätten und Tempel vorhanden. Allein in der näheren Umgebung gibt es über 200, die den verschiedenen Reinkarnationen unterschiedlicher Hindi-Götter gewidmet sind. Das tolle hier sind aber nicht die Tempel – von denen die wenigsten intakt sind – sondern die unglaubliche Landschaft, in der selbige zu finden sind: Um den großen Fluss, den unser Guesthouse von der Hauptempelanlage trennt sind rießige Steinformationen zu finden, die in Millionen von Jahren durch Erosion in kleinere und größere Brocken zerfallen sind. All das inmitten von Bananen-Plantagen und Reisfeldern. Ich hoffe, die Bilder, die ich euch bei Gelegenheit zeigen kann, vermitteln euch einen Eindruck.

Unsere Unterkunft ist noch billiger als in Goa (unter einem Euro pro Person) und das Essen ähnlich gut. Wir haben auch schon nette Backpacker aus Irland, Wales und Norwegen getroffen und  mit ihnen eine größere Moped-Tour durch die Gegend gemacht. In die Nähe gibt es einen rießigen Stausee, in dem man perfekt schwimmen und so kurz der Hitze entkommen kann. Gestern erlebte ich neben dem typischen ultra-romantischen Sonnenuntergang (Where are you Honey?!?) auch noch einen beeindruckenden Sonnenaufgang auf einem die komplette Gegend überblickenden Berg, den wir morgens um halb sechs bestiegen sind.

Alles in allem geht es mir sehr gut bislang hier in Indien. Das Wetter ist noch etwas zu heiß und die Mentalität der Inder noch nicht ganz von mir verstanden, aber ich wurde bislang mit fast drei Wochen toller Eindrücken und Erfahrungen belohnt. Manchmal überkommt mich das Heimweh und die Sehnsucht nach dem Bekannten und Geliebten, aber das ist wohl normal…

Posted in Indien 8 years, 1 month ago at 12:53.

5 comments

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5 Replies

  1. stebbo Okt 20th 2009

    mann, echt beeindruckend…indischer sonnenaufgang aufm monitor, saukalter nieselregen vorm fenster…wollt ihr nich einfach ein paar grädchen celsius nach london schicken? habt doch offensichtlich genug davon:-)
    drück euch,
    ste

  2. Titatheisen Okt 21st 2009

    Hallöle..bin wieder zurück aus biedenkopf, wo eine interessante platte ihren anfang gefunden hat!
    ich beneide euch auch dermaßen ums wetter, könnt ihr euch garnicht vorstellen, ich musste schon auto kratzen in biedenkopf vor dem brötchen holen. wenn was fertig ist, lad ich mal was hoch…vermiss euch sehr!
    tobi

  3. Wowowiwa,
    die Landschaft sieht wirklich atemberaubend aus. Immer wenn ich mir neue Fotos von dir ansehe, bekomm ich Fernweh!

    Ich hoffe euch geht’s wieder gut. Ich fänds schön, wenn du wieder öfter schreiben würdest und uns mehr Fotos zeigst!

    Lassts euch gut gehen!

    Achja, Mos Karte ist gestern angekommen! Vielen Dank. Würd mich mal interessieren, wann er sie abgeschickt hat; das Datum auf dem Stempel kann ich leider nicht erkennen!

  4. Roland R. Okt 26th 2009

    Geile Fotos! Mehr!

  5. Ingunn Nov 12th 2009

    Sooo nice to see your pics! =)
    Sign up on facebook, I will upload loads of pics as soon as I get my camera back. (Lost it on my way home, go figure…! It’s waiting for me at the airport in Brussels…)


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