Im Kanha National Park

Von dort kommen wir gerade zurueck in unser kleines Dorf Baihar, wo wir in einer Hotel-Baustelle ein halbfertiges Zimmer bezogen haben. Eigentlich wollten wir naeher an den Park, aber die ganzen Jungel-Resorts und Forest-Lodges waren uns um eines zu teuer. So sind wir nun die einzigen Touristen, die sich in diesem verschlafenen Nest aufhalten und dementsprechend wurden wir auch empfangen. Aber nicht nur unsere Hautfarbe war Anlass fuer den Ansturm an Fragen und Beruehrungen der letzten Tage, sondern die Tatsache, dass wir es gleich am ersten Tag in mehrere Lokal-Zeitungen mit unseren Gesichtern geschaft haben. Doch von vorne:

Von Hampi aus ging es mit dem Bus nach Hyderabat – einer 4 Millionen Stadt in der Mitte Indiens (Schaut auch mal in den Routing-Bereich, dort habe ich versucht alles auf den neuesten Stand zu bringen). Wir hatten 14h Aufenthalt bevor es mit dem Zug weiter nach Nagpur in den Norden ging. Die Zeit nutzten wir fuer eine kleine (ungefuehrte) Sightseeingtour, den Besuch eines leckeren Restaurants und einen Besuch im IMEX-Kino (Fuer teure 2,8Euro) Die Bus und Zugfahrt verliefen ereingislos und wir kamen am naechsten Tag in Nagpur an. Von dort ging es spontan geplant mit mehreren kleineren Zuegen und Bussen zum Nationalpark, dessen riessige Ausmasse wir erst im Nachhinein begriffen haben. Eine Station war die kleine Stadt Balaghat, an deren Bahnhof wir mit unserem Gepaeck am spaeten Nachmittag ankamen. Wir mussten zum Busbahnhof, fanden aber nur Fahradrikschas, deren schwaechlich aussehende Fahrer wir nicht mit uns und unserem Gepaeck belasten konnten (Das waere fuer den armen Kerl brutale Schwerstarbeit geworden) Also lueden wir nur unsere Rucksaecke auf den Bock und liefen mit dem Fahrer gemeinsam zum Bus. Mitten in der Stadt wollte Mo die Rikscha spontan selbst fahren, was sich innerhalb kuerzester Zeit zu einer Attraktion entwickelte. Die Bewohner hatten wohl noch nie einen Auslaender sein Gepaeck selbst mit der Rikscha fahren sehen. Innerhalb von fuenf Minuten waren wir bereits von mehreren Fotohanys abgelichtet worden und kurze Zeit spaeter wurden wir von einem Fotografenteam umringt und zu einem Interview gebeten. So landeten wir schliesslich in der Zeitung (in einer sogar auf dem Frontcover =)

Der heutige Besuch des Nationalpark war nett, mehr aber auch nicht. Die unberuehrte Natur war sehr beeindruckend und die Fahrt mit unserem Jeep gegen Nachmittag auch endlich angenehm. Leider hatten wir die eisigen Temperaturen (8 Grad oder so {sic!}) in den Morgenstunden vergessen und waren mit unseren kurzen Sache im offenen Jeep hoffnungslos schlecht angezogen. So hart gefroren habe ich lange nicht mehr…
Leider sahen wir in den sechs Stunden relativ wenige Tiere. Einen Blick auf einen wildlebenden Tiger war uns aber doch vergoennt. Die Fuehrer hatten mit ihren Elefanten ein Weibchen aufgespuert und viele Touristen reihten sich mit ihren Jeeps an der Strasse auf, um nacheinander auf Elefanten in den Busch zu reiten, um das Weibchen schliesslich unter einem Baum, mitten im Gebuesch zu sehen. (Fotos kommen speater). Die groesse Attraktion waren die unzaehligen Baumspinnen, die sich im Park befanden. Die Viecher waren riessig und zum Glueck immer weit genug weg…

Bilder gibt es von all dem bei neachster Gelegenheit, wenn ich meinen Laptop wieder mal ins Netz komme. Bis bald von unserer naechsten Station, den Kamasutra-Tempeln in Khajuraho.

Posted in Indien 7 years, 8 months ago at 13:27.

3 comments

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3 Replies

  1. Das hört sich ja spannender an als ein Roman! Bitte unbedingt diese Zeitung kaufen und aufheben (oder mit der Post schicken)!
    Ihr scheint wirklich sehr viele Abenteuer zu erleben.
    Dieses Wochenende ist Saskia bei uns. Es geht ihr gut und ist sehr fleißig.
    LG
    Mama und Carsten

  2. Titatobi Okt 25th 2009

    Aha…Kamasutratempel…

  3. Roland Okt 26th 2009

    hmm Spinnen, Alex’ Lieblingstiere :)
    viel Spaß und weiterhin gute Gesundheit bei eurer Tour!


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