Archivbeiträge für den Samstag, April 17th, 2010.

Im Land des ewigen Frühlings

Während daheim in Deutschland wahrscheinlich langsam die ersten Frühlingsanzeichen zu erkennen sind, sind wir bereits die sechste Woche im sogenannten Land des ewigen Frühlings. Nachdem wir Xela und damit die inzwischen ungemütlich kalten Nächte und vermehrt bewölkten Tage verlassen haben, befinden wir uns jetzt 60km östlich von Coban nahe eines kleinen Dorfes mitten in den Bergen.
Vor majestätischen Hügeln fließt ein kleiner Fluss an dessen Ufern sich ein äußerst großzügiges ausgelegtes Hostel befindet, in dem wir jetzt schon bald eine Woche unsere Tage verbringen. Das Restaurant hier bietet jeden Abend riesige Mengen Essen in Form eines leckeren Buffets an und die Sonne läd zum Nichtstun und hartem Chillen ein.

Im Hinblick auf unseren geplanten Trek im Norden Guatemalas, der uns zu den mitten im Dschungel liegenden Ruinen der einst 50.000 Einwohner zählenden Mayastadt “El Mirador” führen wird, haben wir schon einige Spaziergänge in der Region unternommen. Neun Kilometer zum Nationalpark Semuc Champay, wo sich der unser Fluss hier in großen Kalksteinpools sammelt, in denen es sich vortrefflich schwimmen lässt. Heute Nachmittag werden wir wohl die zwei Kilometer entfernten Höhlen hier untersuchen, aus denen bei Sonnenuntergang mehrere Tausend Fledermäuse Richtung ihrer Jagtgebiete aufbrechen sollen.
Trotzdem fühle ich mich für unsere sechs Tages Tour durch den Dschungel noch nicht wirklich gewappnet. 6-8h strammen Marschs durch unbewohnten Dschungel fordert von uns wahrscheinlich mehr, als ich bin dato zu leisten vermag. Aber noch haben wir knapp eine Woche bis es losgeht und somit die Zeit unsere Beine an etwas Arbeit zu gewöhnen (wäre dieser Ort hier nicht so eindeutig zum absoluten Gegenteil prädestiniert).

Uns bleibt leider nur noch knapp ein Monat in Zentralamerika bis unser geplanter Flug von Panama City nach Quito, Ecuador geht. Das lässt leider sehr wenig Zeit für den kompletten Rest des Kontinents, der Anbetracht der sechs Wochen, die wir allein in Guatemala bislang verbracht haben, eine sehr zeit intensive Reisedestination darstellt. Wahrscheinlich buchen wir den Spaß mal wieder um oder streichen ihn ganz und folgen einem fixen Plan, der vorsieht am Beginn des Panamakanals auf einem Segelboot anzuheuern und straight zu den Galapagos Inseln zu segeln. Aber egal wie wir es schlussendlich anstellen, uns bleibt zu wenig Zeit für all Das, was hier möglich ist. ich fühle mich schon wieder an Indien erinnert, wo ich ebenfalls sechs Wochen verbracht habe, und nicht mal 10% des Möglichen zu Gesicht bekommen habe. (Herr Ruffing hat es da ein wenig besser angestellt)

Es gibt viele neue Fotos, leider lässt die Satelliten-Verbindung hier keine größeren Datenverschiebungen zu. Man darf sich sowieso schon mal auf ewig andauernde “Dia-Abende” freuen, auf denen ich meine Bilder zeigen werde. Nach allem was ich bislang gehört habe, soll sich das Interesse an solchen Veranstaltungen aber nach der Rückkehr der Betroffenen schnell verflüchtigen. Aber zum Glück haben wir auch noch mehrere Gigabyte an Videos mit im Gepäck =)

Posted 7 years, 2 months ago at 19:59.

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