Archivbeiträge für Oktober, 2009.

Alt und heilig

Seit dem letzten Eintrag haben wir bereits dreimal das Zimmer und zweimal den Ort gewechselt. Nun sind wir in der heiligen Stadt Varanasi, einem 3 Millionen Moloch an den Ufern des Ganges. Die letzten Reisen verliefen beinahe ereignislos, nicht zuletzt auch, weil wir für unsere letzte Etappe nach Kajuraho den unbequemen Regierungs-Bus gegen ein Privattaxi eingetauscht haben.

Die Tempelstadt Kajuraho, die für ihre erotischen Tempelverzierungen bekannt ist, besuchten wir für drei Tage. Unser Eindruck war leider wenig positiv, da der Tourismus hier beinahe alle Natürlichkeit der Menschen und des Ortes hat verschwinden lassen. Neben den uns aus Goa und Hampi bekannten Annäherungsversuchen diverser Shop-Besitzer, lernten wir in Kajuraho noch andere Methoden kennen, den Touristen Geld aus der Tasche zu locken. Schon am ersten Tag lernten wir diverse Inder kennen, die uns scheinbar ohne Hintergedanken ansprachen und uns kennenlernen wollten. Mit zweien verbrachten wir sogar einen ganzen Abend mit Bier und lokal angebautem Gras. Doch hinter der freundlichen Fassade steckte – nicht nur bei diesen zwei – immer der Gedanke, Geld zu verdienen. So lud man uns scheinbar als Freundschaftsdienst zu einer Motorad-Tour durch die Gegend ein. Wir lehnten vorerst ab und erst später wurde klar, dass das Ganze nur eine Masche war, als wir das gleiche Angebot noch von vier weiteren Jungen bekamen. Auch ein harmloser Spaziergang ins nächste Dorf wurde gleich genutzt um uns netterweise in die lokale Schule zu führen, in der wir um Spenden für den Schulausbau gebeten wurden. All diese Beispiele allein, wären kein Grund Kajuraho in negativer Erinnerung zu behalten. Aber die Tatsache, dass jedes Gespräch, jeder Blick und leider auch jeder Tritt aus dem Hotel mit nervigen Angeboten und getarnten Verkaufsgesprächen verbunden war, lies uns die Abfahrt gestern morgen leichter fallen, als wir es sonst gewohnt waren.

Ich glaube der Hintergrund für unsere Erfahrung ist der krasse Kontrast zwischen Arm und Reich. Das Dorf an sich ist winzig und wir das halbe Jahr über mit Touristen überflutet, von denen Viele in den nahegelegenen fünf-Sterne-Hotels logieren. Das Geld ist demnach im Überfluss vorhanden und muss den Besitzern nur noch kreativ aus der Tasche gezogen werden. Auf genau das hat sich das Ganze Dorf folglich spezialisiert. Indien, wie wir es kennengelernt haben, ist irgendwo bei diesem Prozess verloren gegangen.

Heute Morgen sind wir mit dem Zug um fünf Uhr morgens in Varanasi angekommen. Die Nacht war kurz und auf den Stockbetten im Zug, die nicht nur mich an Gefängniszelle erinnert haben, relativ unruhig. Von Varanasi jedoch war ich bislang positiv überrascht. Ich hatte eigentlich ein versifftes Loch, wie das in Mumbai oder Hyderabat erwartet, die Tatsache aber, dass viele Straßen für Autos gesperrt sind, macht das Gedränge und die vielen Inder um einiges erträglicher. Unsere Ankunft pünktlich zum Sonnenaufgang über dem Ganges war perfekt getimed. Die Farben waren fantastisch und die Temperaturen noch unter 25 Grad. Ich hoffe, ich konnte ein wenig davon in meinen Bildern einfangen. Unsere ersten Leichenverbrennungen konnten wir auch schon „genießen“. Unser Hotel liegt dabei direkt an einem der unzähligen Ghats, den breiten Stufen runter zum Gangesufer, an dem die Gläubigen sich rituellen Waschungen unterziehen und die Menschen ihre Wäsche waschen. Praktischerweise direkt neben den Überresten der Verbrannten, die einfach ins Wasser geworfen werden. Wir sind uns noch unsicher, ob wir hier unsere Wäsche waschen lassen…

Posted 7 years, 11 months ago at 14:24.

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Im Kanha National Park

Von dort kommen wir gerade zurueck in unser kleines Dorf Baihar, wo wir in einer Hotel-Baustelle ein halbfertiges Zimmer bezogen haben. Eigentlich wollten wir naeher an den Park, aber die ganzen Jungel-Resorts und Forest-Lodges waren uns um eines zu teuer. So sind wir nun die einzigen Touristen, die sich in diesem verschlafenen Nest aufhalten und dementsprechend wurden wir auch empfangen. Aber nicht nur unsere Hautfarbe war Anlass fuer den Ansturm an Fragen und Beruehrungen der letzten Tage, sondern die Tatsache, dass wir es gleich am ersten Tag in mehrere Lokal-Zeitungen mit unseren Gesichtern geschaft haben. Doch von vorne:

Von Hampi aus ging es mit dem Bus nach Hyderabat – einer 4 Millionen Stadt in der Mitte Indiens (Schaut auch mal in den Routing-Bereich, dort habe ich versucht alles auf den neuesten Stand zu bringen). Wir hatten 14h Aufenthalt bevor es mit dem Zug weiter nach Nagpur in den Norden ging. Die Zeit nutzten wir fuer eine kleine (ungefuehrte) Sightseeingtour, den Besuch eines leckeren Restaurants und einen Besuch im IMEX-Kino (Fuer teure 2,8Euro) Die Bus und Zugfahrt verliefen ereingislos und wir kamen am naechsten Tag in Nagpur an. Von dort ging es spontan geplant mit mehreren kleineren Zuegen und Bussen zum Nationalpark, dessen riessige Ausmasse wir erst im Nachhinein begriffen haben. Eine Station war die kleine Stadt Balaghat, an deren Bahnhof wir mit unserem Gepaeck am spaeten Nachmittag ankamen. Wir mussten zum Busbahnhof, fanden aber nur Fahradrikschas, deren schwaechlich aussehende Fahrer wir nicht mit uns und unserem Gepaeck belasten konnten (Das waere fuer den armen Kerl brutale Schwerstarbeit geworden) Also lueden wir nur unsere Rucksaecke auf den Bock und liefen mit dem Fahrer gemeinsam zum Bus. Mitten in der Stadt wollte Mo die Rikscha spontan selbst fahren, was sich innerhalb kuerzester Zeit zu einer Attraktion entwickelte. Die Bewohner hatten wohl noch nie einen Auslaender sein Gepaeck selbst mit der Rikscha fahren sehen. Innerhalb von fuenf Minuten waren wir bereits von mehreren Fotohanys abgelichtet worden und kurze Zeit spaeter wurden wir von einem Fotografenteam umringt und zu einem Interview gebeten. So landeten wir schliesslich in der Zeitung (in einer sogar auf dem Frontcover =)

Der heutige Besuch des Nationalpark war nett, mehr aber auch nicht. Die unberuehrte Natur war sehr beeindruckend und die Fahrt mit unserem Jeep gegen Nachmittag auch endlich angenehm. Leider hatten wir die eisigen Temperaturen (8 Grad oder so {sic!}) in den Morgenstunden vergessen und waren mit unseren kurzen Sache im offenen Jeep hoffnungslos schlecht angezogen. So hart gefroren habe ich lange nicht mehr…
Leider sahen wir in den sechs Stunden relativ wenige Tiere. Einen Blick auf einen wildlebenden Tiger war uns aber doch vergoennt. Die Fuehrer hatten mit ihren Elefanten ein Weibchen aufgespuert und viele Touristen reihten sich mit ihren Jeeps an der Strasse auf, um nacheinander auf Elefanten in den Busch zu reiten, um das Weibchen schliesslich unter einem Baum, mitten im Gebuesch zu sehen. (Fotos kommen speater). Die groesse Attraktion waren die unzaehligen Baumspinnen, die sich im Park befanden. Die Viecher waren riessig und zum Glueck immer weit genug weg…

Bilder gibt es von all dem bei neachster Gelegenheit, wenn ich meinen Laptop wieder mal ins Netz komme. Bis bald von unserer naechsten Station, den Kamasutra-Tempeln in Khajuraho.

Posted 7 years, 12 months ago at 13:27.

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Nach Hampi und zurück

Drei Tage Hampi sind bereits wieder Vergangenheit und heute Abend werden wir weiter ziehen. Unser ursprünglicher Plan Srisalam, einer heiligen Stadt 400km von hier, zu bereisen mussten wir aufgeben, da das 600km Backtracking für ca. 2 Tage Aufenthalt bedeutet hätte. Nun reisen wir in einer Mammut-Aktion nach Nagpur, wofür wir wohl volle zwei Tage brauchen werden. Von dort geht es in einen kleinen Nationalpark und zu einer ehemaligen britischen Gebiergsgarnison, die durch ihre Tempelanlagen und Gärten bestechen soll.

Aber auch diesen Ort zu verlassen wir mir sehr schwer fallen. Hampi war vor ca. 500 Jahren ein religiöses Zentrum, in dessen Umgebung über 500.000 Menschen wohnten. Heute sind noch die Ruinen der weit verstreuten Kultstätten und Tempel vorhanden. Allein in der näheren Umgebung gibt es über 200, die den verschiedenen Reinkarnationen unterschiedlicher Hindi-Götter gewidmet sind. Das tolle hier sind aber nicht die Tempel – von denen die wenigsten intakt sind – sondern die unglaubliche Landschaft, in der selbige zu finden sind: Um den großen Fluss, den unser Guesthouse von der Hauptempelanlage trennt sind rießige Steinformationen zu finden, die in Millionen von Jahren durch Erosion in kleinere und größere Brocken zerfallen sind. All das inmitten von Bananen-Plantagen und Reisfeldern. Ich hoffe, die Bilder, die ich euch bei Gelegenheit zeigen kann, vermitteln euch einen Eindruck.

Unsere Unterkunft ist noch billiger als in Goa (unter einem Euro pro Person) und das Essen ähnlich gut. Wir haben auch schon nette Backpacker aus Irland, Wales und Norwegen getroffen und  mit ihnen eine größere Moped-Tour durch die Gegend gemacht. In die Nähe gibt es einen rießigen Stausee, in dem man perfekt schwimmen und so kurz der Hitze entkommen kann. Gestern erlebte ich neben dem typischen ultra-romantischen Sonnenuntergang (Where are you Honey?!?) auch noch einen beeindruckenden Sonnenaufgang auf einem die komplette Gegend überblickenden Berg, den wir morgens um halb sechs bestiegen sind.

Alles in allem geht es mir sehr gut bislang hier in Indien. Das Wetter ist noch etwas zu heiß und die Mentalität der Inder noch nicht ganz von mir verstanden, aber ich wurde bislang mit fast drei Wochen toller Eindrücken und Erfahrungen belohnt. Manchmal überkommt mich das Heimweh und die Sehnsucht nach dem Bekannten und Geliebten, aber das ist wohl normal…

Posted 8 years ago at 12:53.

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Der letzte Tag

Morgen verlassen wir –  nach nunmehr unzähligen romantischen Sonnenuntergängen am Strand –  Goa. Eigentlich wollten wir schon gestern weiter, aber wieder mal hat uns die Ecke hier nicht losgelassen. Es fällt unglaublich schwer sich von hier  zu verabschieden. (Übrigens nicht nur uns.  Einige bleiben Monate hier, obwohl sie nur “kurz vorbeischauen” wollten) Die Atmosphäre ist unglaublich entspannt. Es scheint hier fast keine Probleme zu geben.

Nichtsdestotrotz geht es morgen weiter mit dem Bus nach Hampi. Neue Bilder habe ich der alten Gallerie hinzugefügt. Wie ihr seht sind wir beide inzwischen sommerlich braun und lassen es uns gut gehen. Die harten Seiten sind bislang nur gesundheitlich feststellbar. Nach unserer kleinen Grippe,  scheinen wir uns jetzt beide etwas Neues eingefangen zu haben. Unsere Verdauung befindet sich seit Tagen in einem  sehr ungesunden Zustand. Aber auch hier hilft die Apotheke aus Deutschland. (Danke nochmal für die reichliche Ausstattung Dagmar, du bist ein Schatz ;)

Noch immer habe ich ein wenig Angst, jetzt die behüteten Hütten von Goa zu verlassen und mich ins “echte Indien” zu stürzen. Auch wenn ich mich jetzt seit zwei Wochen im Land befinde und mich eingelebt habe, warten jetzt dennoch die härteren Erfahrungen auf mich. Ich werde aus Hampi Weiteres berichten. Bislang waren wir hier im Urlaub, jetzt geht es auf Reisen…

Posted 8 years ago at 11:49.

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Noch immer in Goa…

Wir sind immer noch in Goa und werden hier wohl auch noch bis nächste Woche Donnerstag bleiben. Das Wetter ist einfach zu gut und das Essen zu billig, um jetzt schon weiterzuziehen. Die letzten Tage waren faul, so wie es auch die nächsten werden. Wir stehen gegen neun Uhr auf, duschen und laufen einmal über den Strand zu unserem „Stammrestaurant“, wo wir Tee trinken und gut fruehstücken. Dann gehen wir in der Regel zurück, ziehen uns die Badehosen an und laufen wieder zurück, um zu Mittag zu essen, zu lesen und zwei Partien Schach in der Sonne zu spielen. Wir bleiben dann bis nach dem Abendessen und gehen langsam nach Hause. So sieht ein Standart-Tag hier für uns aus =)

Auf den Bilder könnt ihr euch eine Vorstellung machen. Das Obst ist sehr gut hier und kostet nichts. Die Menge auf dem Bild z.B. hat 140 Rupees gekostet (Ca. 1.80€). Neben unserem Strand gibt es noch einen weiteren, kleineren. Das tolle: nach 50m Strandlinie schließt sich ein kleiner Süßwasser-See an die Bucht ein. Meer und See nur 50m entfernt. Einfach krass =) Eine kleine Tour mit einer 70ccm Honda haben wir gestern unternommen. Die Umgebung ist absolut malerisch und auch wenn es nicht viel zu entdecken gibt, außer ein paar Kirchen und alten, portugiesischen Forts, könnte ich für Stunden auf dem Roller umherfahren. Noch ist nicht besoners viel los hier, da die Saison erst langsam beginnt, aber ein paar typische Aussteiger mit ihren Rastas laufen hier schon herum. Einen Stuttgarter, den wir gestern getroffen haben, ist von diesem Look wohl angetan und will seine Haare jetzt freiwillig vier Wochen lang nicht mehr waschen. Wem´s gefällt oO

Posted 8 years ago at 16:59.

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Goa – Arambol Beach

Es ist gerade kurz nach zehn und ich muss mich mit einer indischen Tastatur abmuehen, die jeglichen Komfort (Umlaute, Sonerzeichen, y/z (arrgh!11!) vermissen laesst. Wir sind nun schon eine Weile in Goa und entgegen unserem Vorhaben nach Hampi aufzubrechen, in den Norden gezogen. Nachdem uns an unserer ersten Station, mehr oder weniger in der Mitte der Provinz (Kalangute, sollte jemand Google Maps bemuehen wollen =) schlechtes Wetter und zu viele neureiche Inder begruesst haben, wollten wir Goa schon fruehzeitig verlassen. Zum Glueck haben wir das nicht getan.

Seit zwei Tagen sind wir nun in Arambol, in der noerdlichsten Ecke von Goa. Hier haben wir das gefunden, was wir uns von Goa erhofft hatten. Traumhafte Straende mit Palmen, wohin man schaut, weniger Tourismus und eine entspannte Atmosphaere. Das Wetter hat auch noch mitgespielt und wir haben so schon zwei Tage in totaler Entspannung am Strand verbracht. (Das Meer ist uebirgens ebenfalls toll, der Strand aus feinstem Sand, ohne Muscheln oder aehnlichem) Leider haengt mir die Erkaeltung, die ich mir irgendwo im Bus oder unter einem zu aggressiven Ventilator eingefangen habe, immer noch nach und inzwischen hat sich auch der Mo angesteckt. Dank Daggis Reiseapotheke ueberleben wir aber relativ gut und staerken unsere Abwehr so gut es geht mit Mangos, Apfelsinen und co.

Fuer Fotos versuche ich morgen zu sorgen, wenn die Sonne auch mal den Abend ueberlebt und ich so ein paar nette Impressionen einfangen kann. Die Ecke hier ist auf jeden Fall super und ich koennte mir auch vorstellen hier fuer laengere Zeit zu verweilen.
Heute beispielsweise haben wir fast den ganzen Tag in einem netten Strandrestaurant verbracht und es uns fuer ca. 4Euros so gut gehen lassen, wie man es sich nur wuenschen kann. Alles ist so unglaublich guenstig. Wir leben mit 6Euros am Tag wie die Koenige und das auf hohem Niveau =)

Es gruessen euch Alex und Mo!

Posted 8 years ago at 18:48.

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Von Mumbai nach Goa

Es ist viel passiert seit dem letzten Eintrag. Wir haben Mumbai mit dem Bus Richtung Goa verlassen, nachdem uns die Stadt zu heiß und lärmig wurde. Zum Glück wurde am Freitag, dem Tag unserer Abreise, Gandhis Geburtstag gefeiert, weshalb sich der Verkehr in Grenzen hielt. Trotzdem brauchten wir über zwei Stunden, um aus dem Moloch herauszukommen. Die Fahrt mit unserem Bus war auf ca. 14h ausgelegt. Abends um fünf fuhren wir los, am nächsten Morgen um sieben sollten wir in Goa sein. Am Ende brauchten wir aber knapp 22h.

Dauerregen hatte einen kleinen Fluss ca. 100km vor Goa übertreten lassen und die Straße, über die wir fahren mussten, hüfthoch mit Wasser gefüllt. Nach und nach fuhren immer mehr Reisebusse an der Straße auf und bildeten am Schluss eine ca. 3km lange Schlange. Wir hielten vor einem kleinen Laden mitten im Nichts und stiegen um ca. halb sieben Uhr aus dem Bus aus. (Hatte schon bessere Nächte). Dort bestellten wir uns erstmal einen Tee (Gesüßter Tee mit Milch) und kauften eine Flasche Wasser. Ca. eine Stunde später wurde der Rest der Fahrzeugkolonne ebenfalls wach und der kleine Laden wurde überfallartig von ca. 30 Indern belagert, die innerhalb kürzester Zeit alles kauften, was der Mann anzubieten hatte. (Aus naheliegenden Dörfern wurden im Laufe des Tages immer wieder Obst, Gemüse und Reis an die zentrale „Versammlungsstelle“ gebraucht und zu übertriebenen Preisen unter´s Volks gebracht.)

Insgesamt verbrachten mehrere hundert Menschen die ca. 8 Stunden Wartezeit aber erstaunlich gelassen und trotz der Versorgungsengpässe und der Unsicherheit, ob oder wann es weitergehen würde, mit einer bemerkenswerten Ruhe. Der Höhepunkt war schließlich eine abenteuerliche Fahrt durch indische Dörfchen (eher lose Häuseransammlungen) mit dem Ziel die überfluteten Straße zu umgehen. Es war die perfekte Ralleystrecke, nur dass wir sie mit alten Reisebussen zurücklegten.

In Goa haben wir uns ein schönes Zimmer im nördlichen Teil für zwei Tage genommen und in der Zwischenzeit die nahe Umgebung erkundet. Bemerkenswert viele Inder scheinen hier Urlaub zu machen. Für Westler ist es noch viel zu früh. Goa wirkt wie Lloret de Mar oder Mallorca mit Kühen auf der Straße und wesentlich mehr Indern. Überall werden einem Klamotten, Taxis, Essen, Motorräder, Schmuck, Taschen und anderes Zeugs angeboten. Morgen wollten wir weiter nach Hampi und später, wenn es hier langsam voller und (noch) weniger indisch ist, wieder zurück. Das Wetter ist leider immer noch nicht besonders berühmt hier.

Gerade liege ich im Bett, während Moritz zu abend isst. Ich fühle mich trotz zweier Paracetamol nicht besonders gut (wenn ich still liege ist es jedoch zu ertragen) und habe etwas Angst mir eine ordentliche Erkältung im Bus eingefangen zu haben. Morgen werde ich mehr wissen.

Posted 8 years ago at 06:24.

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Hitze, Schwüle, Schweiß

Es ist schon spät und ich im Moment zu müde müde und in meinen extrem kleinen Internet “Cafe” von zu vielen Indern umgeben, um jetzt groß was zum heutigen Tag zu sagen.
Ich weiß nur, dass er anstrengend, heißt, schwül und unglaublich schweißtreibend war. Schaut euch die Bilder in der Bildersektion für erste Impressionen an.Vielleicht komme ich morgen dazu etwas mehr zum Geschehenen zu schreiben.
Es grüßt euch alle: Alex

Posted 8 years ago at 18:17.

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